Einführung

fluorescence microscopie Epigenetik untersucht die Mechanismen und Konsequenzen mitotisch stabiler Genexpressionsmuster, die nicht auf Veränderungen der DNA-Sequenz beruhen, sondern auf differentielle DNA-Methylierung, Modifikation von Chromatin und posttranskriptionellen Mechanismen zurückzuführen sind.

Epigenetische Veränderungen werden bei einer Reihe menschlicher Erkrankungen einschließlich Krebs beobachtet, sie scheinen für Entwicklungsstörungen von Embryonen nach Kerntransfer verantwortlich zu sein, und verursachen die häufig beobachtete Stilllegung von (Trans)-Genen in Tieren und Pflanzen. Die Erforschung epigenetischer Mechanismen hat daher eine große Bedeutung für Medizin, Pharmakologische Forschung und landwirtschaftliche Produktion.

Spezifische epigenetische Phänomene sind die Reprogrammierung des Genoms während der Differenzierung und Entwicklung, Genomic Imprinting und Dosiskompensationsmechanismen des X-Chromosoms, chromosomale Positionseffekte, RNA-Interferenzen, posttranskriptionelle Geninaktivierung bei Pilzen und Pflanzen und die Vererbung erworbener Eigenschaften. In den vergangenen Jahren hat sich herausgestellt, daß diese scheinbar unterschiedlichen biologischen Phänomene auf verwandte molekulare Mechanismen zurückzuführen sind.

Das Programm bringt Human-, Tier- und Pflanzen-Genetiker, Molekularbiologen und Biochemiker zusammen, die Experten in derartigen epigenetischen Modellsystemen sind. Das Ziel des Programms ist es die vorhandene Expertise zu bündeln, Kollaborationen und Austausch zu fördern, um gemeinsame Konzepte und evolutionäre Gemeinsamkeiten epigenetischer Mechanismen zu erarbeiten, die von erheblicher Bedeutung für biomedizinische und biotechnologische Forschung sein werden.